China ist anders. So anders, dass es zwei Rankings für den Kulturraum gibt. Eines beruht auf den gleichen Kriterien wie das der übrigen Regionen. Damit bildet das eine Ranking «China Outside» allerdings eher die Sicht von ausserhalb der chinesischen Grenzen ab: Viele der sonst weltweit verwendeten Dienste wie Wikipedia, Google oder Twitter werden in China kaum genutzt – weil es einheimische Alternativen gibt und/oder weil die Regierung den Zugang erschwert oder gar verhindert. In einem zweiten Ranking wurden deshalb die wichtigsten chinesischen Angebote (wie Baidu oder die Enzyklopädie Baike) einbezogen. In beiden Ranglisten weit vorne liegen Entrepreneure (alte wie Li Ka-shing aus Hongkong und neue wie Jack Ma von Alibaba) und Schriftsteller (wie der Nobelpreisträger Mo Yan). Nur innerhalb Chinas von Interesse sind dessen Ökonomen und Juristen: Systembedingt fehlen da dem Rest der Welt die Anknüpfungspunkte. Ausserhalb Chinas spielen hingegen Aktivisten und Regimekritiker wie Chen Guangchang eine deutlich wichtigere Rolle als in der Konversation im Land selbst.