«Wir sind Papst!», hiess die Schlagzeile der «Bild-Zeitung», als am 19. April 2005 aus Joseph Ratzinger Benedikt XVI. wurde. Und irgendwie scheinen sie es immer noch zu sein: Papst Franziskus liegt auf Platz 1 des Influence-Rankings für den deutschsprachigen Raum – der stark durch den Diskurs in Deutschland geprägt wird. Auch der zurückgetretene Benedikt ist noch auf den vorderen Plätzen vertreten. Darüber hinaus zeigt die D-A-CH-Liste einen stark ausgeprägten internationalen Akzent: Die auf den Plätzen 2, 3 und 5 stehenden Deutschen Karl Lagerfeld, Herta Müller und Werner Herzog sind nicht nur im eigenen Land anerkannt, sondern verfügen über weltweite Ausstrahlung. Eher lokale Matadoren wie die Publizisten Hans Magnus Enzensberger oder Diedrich Diederichsen kommen über Platz 20 nicht hinaus. Der einzige Schweizer unter den 25 bestplatzierten findet sich auf Platz 11: der Basler Architekt Peter Zumthor.